Südsteiermark: Genuss und dunkle Schatten

Die Südsteiermark, oft als das „Grüne Herz Österreichs“ bezeichnet, verzaubert BesucherInnen mit ihrer malerischen Landschaft und ihrer reichen Kultur. Die „steirische Toskana“ ist bekannt für ihre sanft geschwungenen Hügel, die mit endlosen Reben bedeckt sind, und bietet eine perfekte Kulisse für LiebhaberInnen von Natur und Weinkultur. Die Region, die an Slowenien grenzt, ist besonders berühmt für ihre hochwertigen Weißweine, darunter der aromatische Sauvignon Blanc, der international hohe Anerkennung genießt und erst kürzlich wieder einige Goldmedaillen abgeräumt hat.

Gemütlichkeit pur

Die Südsteiermark ist aber nicht nur ein Paradies für WeinliebhaberInnen, sondern auch ein Magnet für AktivurlauberInnen. Die gut ausgebauten Rad- und Wanderwege laden dazu ein, die Natur aktiv zu erkunden und gleichzeitig spektakuläre Ausblicke auf die Weinberge zu genießen. Historisch gesehen bietet die Gegend eine faszinierende Mischung aus traditionellen österreichischen Einflüssen und slawischem Erbe, was sich in der Architektur, der Küche und den Bräuchen widerspiegelt. Kulinarisch gesehen ist die Region ein Schmelztiegel der Aromen, in dem sich lokale Spezialitäten wie der steirische Kürbiskernöl, Wildgerichte und die berühmten steirischen Äpfel hervortun. BesucherInnen können sich auf eine Reise durch gemütliche Buschenschanken begeben – urige, ländliche Gasthäuser, die selbst produzierte Weine und regionale Köstlichkeiten anbieten. Die Südsteiermark ist eine Einladung, die Sinne zu verwöhnen und die Seele baumeln zu lassen, während man die einzigartige Atmosphäre dieser speziellen Ecke Österreichs auf sich wirken lässt.

Die Schattenseiten

Abseits der kulinarischen Genüsse und spektakulären Landschaft hat die Südsteiermark aber auch eine dunkle Seite. Mehrere Außenlager des KZ Mauthausen und ein unterirdischer Rüstungsbetrieb haben ihre Spuren hinterlassen – und wohl auch Narben in der Bevölkerung. Jahrzehntelang zierte Stacheldraht die willkürlich gezogene Grenze zum südlichen Nachbarland. Tauche ein in ein so vielfältiges wie spannendes Stück Steiermark am südlichen Außenposten Österreichs.

Wenn du schon mal da bist, dann schau dich doch auch in der Weststeiermark oder der Südoststeiermark um! Wenn es dir gefällt oder du uns etwas mitteilen möchtest, hinterlasse gerne einen Kommentar!

Das findest du alles in der Südsteiermark:

Wächterhaus, Aflenz

Südlich von Wagna lässt sich eintauchen in die dunkle Seite der Südsteiermark. Mitten im Ort Aflenz unweit der Sulm befand sich zum Ende des 2. Weltkrieges hin mit dem Lager Aflenz (oder Graz-Leibnitz) ein Außenlager des KZ Mauthausen – eines von über 40. Beherbergt hat das Lager Zwangsarbeiter vorwiegend aus der Sowjetunion und Polen, die…

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Römersteine Schloss Seggau, Leibnitz

Fast 1000 Jahre hat Schloss Seggau – auf einem bewaldeten Hügel über Leibnitz mit Blick auf den idyllischen Sulmsee gelegen – auf dem Buckel. Das Oberschloss wurde im 12. Jahrhundert von den Salzburger Erzbischöfen als Missions- und Verwaltungsbastion erbaut. Heute ist Schloss Seggau Bischofssitz der steirischen Bischöfe und ist eine weitläufige Anlage mit Hotel, Restaurant,…

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Aussichtswarte Demmerkogel, St. Andrä-Höch im Sausal

Den besten Blick auf die „steirische Toskana“ hat man von der erst kürzlich neu errichteten Aussichtswarte am Demmerkogel. Die Vorgängerin war im Oktober 2019 durch ein Feuer völlig zerstört worden – insgesamt ist die aktuelle nun schon die vierte. Wer sich die knapp 24 Meter hinauf traut – Höhenangst sollte man keine haben – wird…

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Klapotetz, St. Andrä-Höch im Sausal

Die Klapotetze (vom Slowenischen „klopotec“ für „Klapper“) gehören zum Landschaftsbild der Südsteiermark wie die Weinreben, deren Früchte das Klappern der hölzernen Maschinen vor den hungrigen Vögeln schützen soll. Der weltweit größte seiner Art steht auf dem Demmerkogel in St. Andrä-Höch. Weltgrößter Klapotetz 2018 hat er den 16 Meter hohen Vorgänger abgelöst, der einem Sturm Ende…

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