Familien

  • Familien,  Kurioses,  Natur,  Weststeiermark

    Hohlfelsen Unterfresen

    Felsstrukturen im Wald sind an sich nichts besonderes, aber diese hier ragt auf jeden Fall heraus – im wahrsten Sinne des Wortes! Im weststeirischen Unterfresen befindet sich im Wald unmittelbar in der Nähe der L652 eine 60 m hohe, zerklüftete Felsburg aus Eklogit. Das Blockfeld reicht bis zur Weißen Sulm und weißt hunderte Tonnen schwere Blöcke auf. Besonders sehenswert: der Hohlfelsen, ein durch aufeinandergestürzte Blöcke geformter, hohler Durchgang. Eklogit Eklogit ist ein seltenes Gestein, welches wegen seiner Widerstandsfähigkeit bereits in der Jungsteinzeit für die Herstellung von Werkzeugen genutzt wurde. Heute fertigt man daraus Schmuckstücke, da das Gestein roten Granat und grüne Klinopyroxen (Omphacit) enthalten kann. Im Koralmgebiet gibt es noch…

  • Familien,  Geschichte,  Kurioses,  Weststeiermark

    Strutz-Mühle Unterfresen

    Die alte Strutz-Mühle in Unterfresen in der Nähe der Weißen Sulm in der Weststeiermark ist genaugenommen gar nicht alt. Sie ist keine seit Jahrhunderten an genau diesem Standort erhaltene Mühle, sondern eine von Peter Fürbass – dem Seniorchef des Alpengasthof Strutz – rekonstruierte historische Schaumühle. Der Bau Peter Fürbass, gelernter Zimmermann, begann 2003 mit dem Bau. Über rund sieben Jahre trug er Teile alter, verfallener Mühlen vor allem aus dem Koralmgebiet zusammen, restaurierte sie und errichtete daraus am Schwarzbach eine funktionsfähige zweigängige Wassermühle. Kernstück ist ein historisches Mühlengetriebe aus dem Jahr 1854. Die Mühle ist voll funktionsfähig. Bei einem Schaumahlen wird Getreide tatsächlich zu Mehl verarbeitet, welches anschließend vor Ort…

  • Familien,  Geschichte,  Weststeiermark

    Altburg und Aussichtsturm Bad Schwanberg

    Oberhalb des idyllischen Örtchens Bad Schwanberg in der Weststeiermark thront ein von weitem sichtbarer Aussichtsturm, der den Blick frei gibt auf die Koralm und das weststeirische Hügelland. Spannend: der Turm wurde auf dem Geländer einer alten Burg errichtet, die von vergangenen Zeiten erzählt. Altburg Schwanberg Einige Meter hinter dem prächtigen Schloss Schwanberg wurden im Zuge eines von der EU geförderten Projektes die Reste einer frühmittelalterlichen Wehrburganlage revitalisiert und für Besucher zugänglich gemacht. Schon im 11. Jahrhundert soll dort eine Wallburganlage gestanden haben. Die Burg diente der Kontrolle der alten Weinstraße über den Gressenberg und Glashütten zur Weinebene sowie jener über Garanas und den Jauksattel nach Kärnten. Die Umrisse der Burg…

  • Hölzerner Almochse Almi am Teichalmsee
    Familien,  Graz und Graz-Umgebung,  Kurioses,  Natur,  Oststeiermark

    Holzochse, Teichalm

    Kein Horn-, sondern ein Holzochse ist das Wahrzeichen des bliebten Ausflugsziels am Fuße des Hochlantsch. Sein Name? Almi! Der hölzerne Riese ist mit 22.000 Holzschindeln bedeckt und macht Werbung für das Leitprodukt der Region – den schmackhaften ALMO-Almochsen. Da läuft einem doch gleich das Wasser im Mund zusammen! Almi bewacht den Teichalmsee Genaugenommen ist der Teichalmsee gar kein See, sondern ein Teich – weil künstlich angelegt. Wir wollen es mal nicht so genau nehmen, einen Ausflug wert ist das Gewässer auf rund 1.200 Metern Seehöhe allemal. Als Ausgangspunkt für Wanderungen im Sommer, als Blickfang beim Skifahren oder Langlaufen im Winter, oder einfach nur als nettes Beiwerk beim Wellnessen im Almwellnesshotel…

  • Glocke Liesl im Glockenturm am Schlossberg in Graz
    Familien,  Geheimnisvolles,  Geschichte,  Graz und Graz-Umgebung

    Schlossberg inside, Graz

    Wer Graz besucht, kommt auch auf den Schlossberg. Die EinwohnerInnen kennen ihn sowieso. Damit wäre er eigentlich kein lohnenswertes Ziel für Verborgene Steiermark. Wer kann allerdings schon behaupten, das Innenleben der zwei markanten Türme auf dem Schlossberg zu kennen? Wohl wenige. Gerade deshalb lohnt sich ein Blick hinein in den Glocken- und den Uhrturm! Glockenturm Fälschlicherweise oft selbst als „Liesl“ bezeichnet, reckt sich der Glockenturm seit 1588 fast an der Spitze des Schlossberges 34 Meter in die Höhe. Erzherzog Karl II. hat den Auftrag zum Bau des achteckigen „Kampanile“ gegeben. Ob der Turm tatsächlich betuchtere Gefangene beherbergt hat, ist heute umstritten. Als die Truppen Napoleons 1809 die Schlossberg-Festung sprengten, kauften…

  • Familien,  Geschichte,  Graz und Graz-Umgebung,  Lost Place

    Jakobsleiter Graz

    Über die Sehenswürdigkeiten in der steirischen Landeshauptstadt Graz wurden zahlreiche Bücher und Internetbeiträge geschrieben. In keinem jedoch findet sich ein besonderes Kleinod im Bezirk Andritz, das jedoch unbedingt „begangen“ werden sollte – die Jakobsleiter. 400 Stufen Diese im Jahr 1902 errichtete und 1924 sanierte Steintreppe überwindet die Höhenmeter zwischen dem Weg zum und dem weitläufigen Plateau des Reinerkogels, auf dem sich einst sogar eine Gastwirtschaft befand. 400 Stufen unterschiedlichster Höhe sind zu bewältigen, was eine ordentliche Anstrengung bedeutet. Dafür wird man immer wieder mit herrlichen Ausblicken über den Bezirk Andritz bis nach Eggenberg und Gösting belohnt. Stufenlauf Jedes Jahr im Mai findet auf der Jakobsleiter ein Stiegenlauf statt (treppauf selbstverständlich).…

  • Familien,  Graz und Graz-Umgebung,  Natur

    Wasserfall Peggau

    Bekannt ist die kleine Gemeinde Peggau nördlich von Graz vor allem für einen der Zugänge zur berühmten Tropfsteinhöhle „Lurgrotte“. Das verschlafene Nest hat darüber hinaus aber einige versteckte Schmankerln und Geschichtliches zu bieten, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Dazu gehören neben einer sehenswerten Burgruine, den zahlreichen Höhlen und einer Gedenkstätte für Opfer eines KZ Außenlagers auch ein überraschend imposanten Wasserfall. Märchenweg Der Wasserfall ist Teil des Peggauer Märchenwegs, der bei der Lurgrotte startet und – den Wasserfall passierend – unterhalb des Burgbergs der Ruine entlangführt. Der Weg ist 7,4 km lang, beschildert und führt durch Wälder und über Forststraßen. Sommer und Winter Im Sommer schießt das Wasser des…

  • Familien,  Natur,  Weststeiermark

    Geopark Glashütten

    Für an Geologie und Gesteinen Interessierte ist der Geopark in Glashütten an der Weinebene-Straße ein wahres Eldorado. In einem kleinen Park wurden im Rahmen eines EU-Projektes großvolumige Vertreter der im Koralmgebiet vorkommenden Gesteinsformen vereint und geben einen kompakten Überblick darüber, was sich so unter Wald und Wiese befindet. Mit dabei Gesteine aus der aktuellen Koralm-Tunnel-Baustelle, der zweiten Tunnelröhre des Herzogbergtunnels sowie Exemplare des Spodumenpegmatit, die das begehrte Lithium enthalten. Marmor und Lithium Kaum zu glauben, aber die Koralm weist nicht nur großflächige Marmorvorkommen auf, sondern auch das sogenannte Spodumenpegmatit, das das für die Elektromobilität begehrte Lithium enthält. Die Lithiumlagerstätte am Brandrücken soll die größte in Europa sein. Ein Abbau dieses…

  • Familien,  Geheimnisvolles,  Natur,  Obersteiermark West

    Wassermannloch, Eisenerz

    Jedes Kind in der Steiermark lernt die Sage vom Wassermann, der von den EisenerzerInnen einst gefangen genommen worden sein soll. Um seine Freiheit wiederzuerlangen, bot er ihnen ein Geschäft an: sie sollten „Gold für ein Jahr, Silber für zehn Jahr oder Eisen für immerdar“ erhalten, liesen sie ihn frei. Die EisenerzerInnen wählten weise, und profitieren immer noch vom Abbau des Eisenerzes am steirischen Erzberg – einem markanten Landmark mitten in der Stadt. Wo hat er gehaust? Uneinigkeit herrscht hingegen darüber, wo der Wassermann einst denn gehaust haben soll. Während die meisten Erzählungen seine nasse Behausung im Leopoldsteiner See verorten – unweit der Stadt Eisenerz – künden andere wiederum von einem…

  • Familien,  Geschichte,  Obersteiermark West

    Kupferschaubergwerk, Radmer

    Wer das Ende der Welt sucht, wird in einem Seitental der Verbindung zwischen Eisenerz und Hieflau fündig: in Radmer sagen sich Fuchs und Henne gute Nacht, aber nicht am Telefon, den Handyempfang sucht man hier vergebens. Kupferabbau Dennoch ist das gottverlassene Tal bereits seit dem Mittelalter besiedelt, wurde doch in der hinteren Radmer – also nahe dem Ende der Welt – seit dem 16. Jahrhundert bis zur Mitte des 19. Jahrhundert Kupfer abgebaut. Die Ausbeute betrug bis zu 1100 Zehntner jährlich, 200 Personen fanden im Bergbau Beschäftigung. Funde deuten sogar auf bergbauliche Tätigkeiten seit der Bronzezeit hin. Es wird überliefert, dass im Kupferbergwerk Radmer die ersten Sprengungen mit Schwarzpulver im…