Geschichte
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Strutz-Mühle Unterfresen
Die alte Strutz-Mühle in Unterfresen in der Nähe der Weißen Sulm in der Weststeiermark ist genaugenommen gar nicht alt. Sie ist keine seit Jahrhunderten an genau diesem Standort erhaltene Mühle, sondern eine von Peter Fürbass – dem Seniorchef des Alpengasthof Strutz – rekonstruierte historische Schaumühle. Der Bau Peter Fürbass, gelernter Zimmermann, begann 2003 mit dem Bau. Über rund sieben Jahre trug er Teile alter, verfallener Mühlen vor allem aus dem Koralmgebiet zusammen, restaurierte sie und errichtete daraus am Schwarzbach eine funktionsfähige zweigängige Wassermühle. Kernstück ist ein historisches Mühlengetriebe aus dem Jahr 1854. Die Mühle ist voll funktionsfähig. Bei einem Schaumahlen wird Getreide tatsächlich zu Mehl verarbeitet, welches anschließend vor Ort…
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Altburg und Aussichtsturm Bad Schwanberg
Oberhalb des idyllischen Örtchens Bad Schwanberg in der Weststeiermark thront ein von weitem sichtbarer Aussichtsturm, der den Blick frei gibt auf die Koralm und das weststeirische Hügelland. Spannend: der Turm wurde auf dem Geländer einer alten Burg errichtet, die von vergangenen Zeiten erzählt. Altburg Schwanberg Einige Meter hinter dem prächtigen Schloss Schwanberg wurden im Zuge eines von der EU geförderten Projektes die Reste einer frühmittelalterlichen Wehrburganlage revitalisiert und für Besucher zugänglich gemacht. Schon im 11. Jahrhundert soll dort eine Wallburganlage gestanden haben. Die Burg diente der Kontrolle der alten Weinstraße über den Gressenberg und Glashütten zur Weinebene sowie jener über Garanas und den Jauksattel nach Kärnten. Die Umrisse der Burg…
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Römersteinbruch, Aflenz
Schon die Römer haben den weichen Kalkstein der Uferzone des frühzeitlichen Korallenriffs, das die gesamte Südsteiermark bedeckt hat, zu schätzen gewusst und für den Bau ihrer Tempel und Badehäuser genutzt. Kalkstein aus Aflenz findet sich außerdem auf dem Stephansdom in Wien, am Landhaus in Graz und zahlreichen anderen repräsentativen Gebäuden in Österreich. Auch heute noch wird das gut bearbeitbare Gestein für Restaurierungsarbeiten geschätzt – was den Römersteinbruch zum ältesten noch in Betrieb befindlichen in ganz Österreich macht. Vom Ruhm zum Albtraum Nicht an der feinen Verarbeitbarkeit des Gesteins interessiert waren hingegen die NS-Schergen, sondern eher daran, die bereits bestehenden unterirdischen Gänge zum Schutz ihrer Rüstungsindustrie zu nutzen und in kurzer…
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Rüstungsbunker, Maribor
Was haben Wiener Neustadt, das tschechische Brünn und Graz gemeinsam? Überall dort sollten zu Beginn des zweiten Weltkrieges Rüstungsfabriken der Junkers Flugzeugwerk AG entstehen, um Hitlers Feldzüge in alle Himmelsrichtungen mit Kampfbombern vorbereiten zu können. In Graz befand sich allerdings mit der Steyr Daimler Puch AG bereits ein großes Rüstungswerk, das zudem um die raren Arbeitskräfte buhlte. Daher überzeugten die Grazer den Flugzeughersteller kurz nach der Okkupation Sloweniens im Jahr 1941, die Fabrik nach Maribor zu verlegen. Sie nahm unter dem Namen „VDM – Luftfahrtwerke Steiermark“ 1941 ihren Betrieb auf. Maribor statt Graz Bereits kurz nach der Besetzung der Untersteiermark im April 1941 wurde mit dem Bau der Rüstungsfabrik im…
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Schlossberg inside, Graz
Wer Graz besucht, kommt auch auf den Schlossberg. Die EinwohnerInnen kennen ihn sowieso. Damit wäre er eigentlich kein lohnenswertes Ziel für Verborgene Steiermark. Wer kann allerdings schon behaupten, das Innenleben der zwei markanten Türme auf dem Schlossberg zu kennen? Wohl wenige. Gerade deshalb lohnt sich ein Blick hinein in den Glocken- und den Uhrturm! Glockenturm Fälschlicherweise oft selbst als „Liesl“ bezeichnet, reckt sich der Glockenturm seit 1588 fast an der Spitze des Schlossberges 34 Meter in die Höhe. Erzherzog Karl II. hat den Auftrag zum Bau des achteckigen „Kampanile“ gegeben. Ob der Turm tatsächlich betuchtere Gefangene beherbergt hat, ist heute umstritten. Als die Truppen Napoleons 1809 die Schlossberg-Festung sprengten, kauften…
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Hitlerfenster Stadtpfarrkirche, Graz
Ein Bild von Hitler in einer Kirche? Das ist an sich schon recht undenkbar. Noch dazu, wenn sich zum größten Massenmörder aller Zeiten auch noch der nicht weniger umstrittene Diktator Mussolini gesellt. Und doch kann man die beiden auf einem Kirchenfenster in der Stadtpfarrkirche in Graz bestaunen. Keine Verherrlichung Die Darstellung ist allerdings keinesfalls als Verherrlichung faschistischer Ideologien zu verstehen. Der Schöpfer des Bildes, der gebürtige Berliner Albert Birkle (1900 – 1986), wurde selbst von der Naziherrschaft zum „entarteten Künstler“ erklärt und mit einem Ausstellungsverbot belegt. Als er 1950 – inzwischen selbst österreichischer Staatsbürger – den Auftrag erhielt, die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Fenster der Stadtpfarrkirche zu erneuern, hatte er…
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Jungfernsprung, Graz
Wer sich Graz aus nördlicher Richtung nähert, den grüßt als erstes die Burgruine Gösting direkt über der Nordeinfahrt des Plabutschtunnels. Sie ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Weniger bekannt ist die tragische Geschichte eines Felsvorsprungs nur 130 Meter entfernt von der Burg, dem Jungfernsprung. Tragische Liebesgeschichte Zu seinem Namen soll der Jungfernsprung einer allerdings historisch angezweifelten Sage nach gekommen sein, wonach sich die Tochter des Burgherrn Wulfing im 13. Jahrhundert von ebendiesem Felssprung gestürzt haben soll, nachdem ihr Geliebter in einem Schwertkampf gegen seinen Rivalen unterlag. An dieses Ereignis erinnert ein Metallkreuz westlich der Aussichtsplattform. Zu jener Zeit soll die Mur direkt unter dem Felsen verlaufen sein, während sie…
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Talstation Sessellift Plabutsch, Graz
UPDATE! Die Talstation musste einer Wohnsiedlung weichen und wurde leider Anfang 2026 abgerissen! Auf dem Plabutsch – Grazer Hausberg im Nordwesten der Stadt – befindet sich eine erst kürzlich revitalisierte Aussichtsplattform („Fürstenstand“) und ein empfehlenswertes Restaurant. Wer nicht mit dem Auto anreisen möchte, muss sich allerdings zu Fuß durch den Wald kämpfen. Das war nicht immer so. Sesselbahn zur Jause Zwischen 1954 und 1971 konnte man gemütlich mit einem Sessellift den Gipfel erklimmen. Bis zu seiner Stilllegung sind mehr als eine Million Fahrgäste über die Baumwipfel empor- oder hinabgeschwebt. 1956 ereignete sich allerdings ein folgenschwerer Unfall, bei dem Fahrgäste aus ihren Sitzen geschleudert wurden und ein toter Fahrgast zu beklagen…
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Jakobsleiter Graz
Über die Sehenswürdigkeiten in der steirischen Landeshauptstadt Graz wurden zahlreiche Bücher und Internetbeiträge geschrieben. In keinem jedoch findet sich ein besonderes Kleinod im Bezirk Andritz, das jedoch unbedingt „begangen“ werden sollte – die Jakobsleiter. 400 Stufen Diese im Jahr 1902 errichtete und 1924 sanierte Steintreppe überwindet die Höhenmeter zwischen dem Weg zum und dem weitläufigen Plateau des Reinerkogels, auf dem sich einst sogar eine Gastwirtschaft befand. 400 Stufen unterschiedlichster Höhe sind zu bewältigen, was eine ordentliche Anstrengung bedeutet. Dafür wird man immer wieder mit herrlichen Ausblicken über den Bezirk Andritz bis nach Eggenberg und Gösting belohnt. Stufenlauf Jedes Jahr im Mai findet auf der Jakobsleiter ein Stiegenlauf statt (treppauf selbstverständlich).…
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KZ Außenlager Peggau
Bekannt ist die kleine Gemeinde Peggau nördlich von Graz vor allem für einen der Zugänge zur berühmten Tropfsteinhöhle „Lurgrotte“. Das verschlafene Nest hat darüber hinaus aber einige versteckte Schmankerln und Geschichtliches zu bieten, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Dazu gehören neben einer sehenswerten Burgruine, den zahlreichen Höhlen und einem versteckten Wasserfall auch eine Gedenkstätte – befand sich doch auf einer Lichtung im süd-östlichen Bereich der Gemeinde im Ortsteil Hinterberg ein Außenlager des KZ Mauthausen. 98 Opfer Obwohl das Nebenlager in Peggau nur von 1944 bis 1945 betrieben wurde, fanden 98 Häftlinge – vorwiegend aus der Sowjetunion und aus Polen – hier den Tod. Zum Großteil sind sie direkt…





















