Herzlfresserweg, Kindberg
Eine der schrecklichsten Mordserien in der Steiermark hat sich Ende des 18. Jahrhunderts in der Region Kindberg zugetragen. Der Knecht Paul Reininger hatte über einen Zeitraum von sieben Jahren sechs Frauen und Mädchen ermordet und teilweise deren Herzen verspeist. Er dachte, dies könne ihn unsichtbar machen. Besonders tragisch: Reiningers letztes Opfer, die Dienstmagd Magdalena Angerer, hatte ihren Brautkranz abgeholt, als sie dem Monster zum Opfer fiel.
Mordserie
Als man den Mörder nach Hinweisen aus der Bevölkerung fasste, gestand er noch fünf weitere Morde, darunter jenen an einem erst achtjährigen Mädchen. Die blutigen Kleider, andere Habseligkeiten und die menschlichen Herzen fand man in einer Truhe. Am 24. April 1786 wurde Reininger zum Tode verurteilt, das Urteil danach aber in eine Züchtigungsstrafe umgewandelt. Nach insgesamt 100 Stockhieben wurde er in den Kasematen am Grazer Schlossberg eingekerkert, wo er bereits wenige Monate danach an den grausamen Haftbedingungen verstarb.
Wanderweg
In Kindberg erinnert heute ein Wanderweg an die furchtbaren Verbrechen, der „Kindberger Herzlfresserweg“. Dieser startet beim Parkplatz des Freibades und führt 5,7 km bergauf entlang des Möstlinggrabens über den Lammerkogel an den Schauplätzen der Mordserie entlang. Diese sind mit kleinen Marterln gekennzeichnet. Der Weg endet beim Alpengasthof Pölzl.
Weitere Infos auf: https://kindberg.at/freizeit/wander-lauf-und-radtouren/herzlfresserweg/
Weitere spannende Plätze in der Obersteiermark Ost findest du hier!


Anreise
Mit dem Auto:
Navi-Adresse: Parkplatz Freibad Kindberg, August-Musger-Gasse 3
Nächster E-Ladepunkt: Kirchplatz 2, 8650 Kindberg (22 kW, 500 m entfernt)
Öffentlich:
S-Bahn S1 ab Graz Richtung Mürzzuschlag, Haltestelle Kindberg



Kommentar verfassen