Geheimnisvolles
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Römersteinbruch, Aflenz
Schon die Römer haben den weichen Kalkstein der Uferzone des frühzeitlichen Korallenriffs, das die gesamte Südsteiermark bedeckt hat, zu schätzen gewusst und für den Bau ihrer Tempel und Badehäuser genutzt. Kalkstein aus Aflenz findet sich außerdem auf dem Stephansdom in Wien, am Landhaus in Graz und zahlreichen anderen repräsentativen Gebäuden in Österreich. Auch heute noch wird das gut bearbeitbare Gestein für Restaurierungsarbeiten geschätzt – was den Römersteinbruch zum ältesten noch in Betrieb befindlichen in ganz Österreich macht. Vom Ruhm zum Albtraum Nicht an der feinen Verarbeitbarkeit des Gesteins interessiert waren hingegen die NS-Schergen, sondern eher daran, die bereits bestehenden unterirdischen Gänge zum Schutz ihrer Rüstungsindustrie zu nutzen und in kurzer…
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Rüstungsbunker, Maribor
Was haben Wiener Neustadt, das tschechische Brünn und Graz gemeinsam? Überall dort sollten zu Beginn des zweiten Weltkrieges Rüstungsfabriken der Junkers Flugzeugwerk AG entstehen, um Hitlers Feldzüge in alle Himmelsrichtungen mit Kampfbombern vorbereiten zu können. In Graz befand sich allerdings mit der Steyr Daimler Puch AG bereits ein großes Rüstungswerk, das zudem um die raren Arbeitskräfte buhlte. Daher überzeugten die Grazer den Flugzeughersteller kurz nach der Okkupation Sloweniens im Jahr 1941, die Fabrik nach Maribor zu verlegen. Sie nahm unter dem Namen „VDM – Luftfahrtwerke Steiermark“ 1941 ihren Betrieb auf. Maribor statt Graz Bereits kurz nach der Besetzung der Untersteiermark im April 1941 wurde mit dem Bau der Rüstungsfabrik im…
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Schlossberg inside, Graz
Wer Graz besucht, kommt auch auf den Schlossberg. Die EinwohnerInnen kennen ihn sowieso. Damit wäre er eigentlich kein lohnenswertes Ziel für Verborgene Steiermark. Wer kann allerdings schon behaupten, das Innenleben der zwei markanten Türme auf dem Schlossberg zu kennen? Wohl wenige. Gerade deshalb lohnt sich ein Blick hinein in den Glocken- und den Uhrturm! Glockenturm Fälschlicherweise oft selbst als „Liesl“ bezeichnet, reckt sich der Glockenturm seit 1588 fast an der Spitze des Schlossberges 34 Meter in die Höhe. Erzherzog Karl II. hat den Auftrag zum Bau des achteckigen „Kampanile“ gegeben. Ob der Turm tatsächlich betuchtere Gefangene beherbergt hat, ist heute umstritten. Als die Truppen Napoleons 1809 die Schlossberg-Festung sprengten, kauften…
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Jungfernsprung, Graz
Wer sich Graz aus nördlicher Richtung nähert, den grüßt als erstes die Burgruine Gösting direkt über der Nordeinfahrt des Plabutschtunnels. Sie ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Weniger bekannt ist die tragische Geschichte eines Felsvorsprungs nur 130 Meter entfernt von der Burg, dem Jungfernsprung. Tragische Liebesgeschichte Zu seinem Namen soll der Jungfernsprung einer allerdings historisch angezweifelten Sage nach gekommen sein, wonach sich die Tochter des Burgherrn Wulfing im 13. Jahrhundert von ebendiesem Felssprung gestürzt haben soll, nachdem ihr Geliebter in einem Schwertkampf gegen seinen Rivalen unterlag. An dieses Ereignis erinnert ein Metallkreuz westlich der Aussichtsplattform. Zu jener Zeit soll die Mur direkt unter dem Felsen verlaufen sein, während sie…
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Talstation Sessellift Plabutsch, Graz
UPDATE! Die Talstation musste einer Wohnsiedlung weichen und wurde leider Anfang 2026 abgerissen! Auf dem Plabutsch – Grazer Hausberg im Nordwesten der Stadt – befindet sich eine erst kürzlich revitalisierte Aussichtsplattform („Fürstenstand“) und ein empfehlenswertes Restaurant. Wer nicht mit dem Auto anreisen möchte, muss sich allerdings zu Fuß durch den Wald kämpfen. Das war nicht immer so. Sesselbahn zur Jause Zwischen 1954 und 1971 konnte man gemütlich mit einem Sessellift den Gipfel erklimmen. Bis zu seiner Stilllegung sind mehr als eine Million Fahrgäste über die Baumwipfel empor- oder hinabgeschwebt. 1956 ereignete sich allerdings ein folgenschwerer Unfall, bei dem Fahrgäste aus ihren Sitzen geschleudert wurden und ein toter Fahrgast zu beklagen…
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Bergfriedhof St. Vinzenz
Genaugenommen bereits in Kärnten, aber nur über die Steiermark entlang des Stausees Soboth erreichbar ist die kleine, abgelege Hube St. Vinzenz. War der Ort einst ein europaweit bekanntes Zentrum der Glaserzeugung, so stehen heute neben der Kirche nur mehr wenige Häuser. Am ungewöhnlichsten ist jedoch der Ortsfriedhof – er befindet sich mehrere hundert Meter entfernt von der Kirche mitten im Wald. Ruhe in Frieden am Bergfriedhof Die geläufige Grabinschrift „Ruhe in Frieden“ ist hier wörtlich zu nehmen. Der Friedhof von St. Vinzenz befindet sich nämlich mitten im Wald, ohne eigentliche Zufahrt. Kein Autolärm oder Menschengeplauder stört hier die idyllische Ruhe. Die etwa 20 Gräber sowie der Friedhof selbst sind größtenteils…
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Buchhaus, Geistthal
Im Ortsteil Rein der Großgemeinde Gratwein-Straßengel befindet sich mit dem Stift Rein das älteste Zisterzienserstift der Welt. Im Mittelalter wurde den Klöstern zumeist auch die Gerichtsbarkeit übertragen. So auch dem Stift Rein, das im sogenannten „Buchhaus“ in Geistthal nordwestlich des Stiftes ein Verwaltungs- und Gerichtsgebäude unterhielt. Amtshaus der Reiner Mönche Das imposante Gebäude im Ortskern hat seine heutige Form bereits im Mittelalter erhalten (1538/39) und beherbert mit der „Keichn“ ein eigenes Gefängnis, in dem bei den Hexenprozessen zwischen 1686 und 1688 mehr als 20 Personen auf ihre Hinrichtung warteten. Zwei Marmorsäulen im Stiegenhaus sollen sogar aus der Römerzeit stammen. Bis vor kurzem ragten aus dem Fenster im Obergeschoss noch zwei…
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Burgruine Klingenstein, Gaberl
Der Handelsweg über das Gaberl – Verbindung zwischen dem weststeirischen Wirtschaftsraum und dem oberen Murtal – besteht schon seit Jahrhunderten. Zum Schutz wurde etwas oberhalb des Ortes Salla wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Burg Klingenstein – auch Burg Salla – errichtet. Als Bauherren kommen die Grafen von Montfort in Frage, die Burg war aber auch im Besitz der Familien Saurau und Glojacher. Durch Brand zerstört Wahrscheinlich noch im 16. Jahrhundert wurde die Burg durch ein Feuer zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die heute sichtbaren Dachkonstruktionen stammen aus den 1980er Jahren und sind unter ExpertInnen umstritten. Vollständiger Innenhof Auch wenn die Ruine nicht mehr dem Originalzustand entspricht,…
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Wassermannloch, Eisenerz
Jedes Kind in der Steiermark lernt die Sage vom Wassermann, der von den EisenerzerInnen einst gefangen genommen worden sein soll. Um seine Freiheit wiederzuerlangen, bot er ihnen ein Geschäft an: sie sollten „Gold für ein Jahr, Silber für zehn Jahr oder Eisen für immerdar“ erhalten, liesen sie ihn frei. Die EisenerzerInnen wählten weise, und profitieren immer noch vom Abbau des Eisenerzes am steirischen Erzberg – einem markanten Landmark mitten in der Stadt. Wo hat er gehaust? Uneinigkeit herrscht hingegen darüber, wo der Wassermann einst denn gehaust haben soll. Während die meisten Erzählungen seine nasse Behausung im Leopoldsteiner See verorten – unweit der Stadt Eisenerz – künden andere wiederum von einem…
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Foltermuseum, Burg Cilli, Celje
Die slowenische Bezirkshauptstadt Celje/Cilli liegt an der Savinja – rund 70 km nordöstlich der Landeshauptstadt Ljubljana/Laibach. In Celje mündet die Hudinja in die Voglajna, die im Stadtbereich wie die Ložnica in die Savinja mündet. Beherrscht wird das Stadtbild vom Burgberg mit der Burg Cilli. Sitz der Grafen von Cilli Die Burg Cilli, auch als Burg Celje bekannt, ist eine bedeutende mittelalterliche Festung, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurück reicht, als sie erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ursprünglich wurde sie von den Grafen von Heunburg erbaut, bevor sie in den Besitz der Grafen von Cilli überging, einer der mächtigsten Adelsfamilien der Region. Im 14. und 15. Jahrhundert erlebte die Burg unter der…

















