Jungfernsprung, Graz
Wer sich Graz aus nördlicher Richtung nähert, den grüßt als erstes die Burgruine Gösting direkt über der Nordeinfahrt des Plabutschtunnels. Sie ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Weniger bekannt ist die tragische Geschichte eines Felsvorsprungs nur 130 Meter entfernt von der Burg, dem Jungfernsprung.
Tragische Liebesgeschichte
Zu seinem Namen soll der Jungfernsprung einer allerdings historisch angezweifelten Sage nach gekommen sein, wonach sich die Tochter des Burgherrn Wulfing im 13. Jahrhundert von ebendiesem Felssprung gestürzt haben soll, nachdem ihr Geliebter in einem Schwertkampf gegen seinen Rivalen unterlag. An dieses Ereignis erinnert ein Metallkreuz westlich der Aussichtsplattform. Zu jener Zeit soll die Mur direkt unter dem Felsen verlaufen sein, während sie heute einige hundert Meter entfernt ist.
Aussichtsplattform
Egal, ob die Geschichte stimmt oder nicht, von der über einen 100 Meter langen Steig leicht zu erreichenden Aussichtsplattform hat man einen umwerfenden Blick auf die Grazer Nordeinfahrt. Heute ist dieser leider von Verkehrs- und Energieinfrastruktur geprägt. Nichtsdestotrotz lohnt sich der Abstecher auf den Jungfernsprung, wenn man die Burgruine besucht.
Burgruine
Um ebendiese Burgruine Gösting herrscht seit Jahren ein unwürdiges Gerangel. Früher dank einer Gastwirtschaft ein beliebtes Ausflugsziel der Grazer, wurde die Burg vom damaligen Burgherrn Anfang der 2020er Jahre für Besucher gesperrt. 2021 übernahm die Stadt Graz die Ruine und führte einige Sicherungsarbeiten durch. Der Verpflichtung zum Anschluss an das öffentliche Wasser-, Kanal- und Stromnetz ist die Stadt allerdings bis heute nicht nachgekommen, weshalb die Burg aktuell immer noch nicht besucht werden kann. Bis Ende des Jahres 2026 sollte es zwar soweit sein, angesichts der angespannten Budgetlage darf dies allerdings bezweifelt werden.
Grazer Wein
Auf den Hängen rund um die Burgruine Gösting wird seit einigen Jahren wieder Wein angebaut. Der Weinhof Florian aus Dobl-Zwaring kultiviert dort den Weißburgunder. Der erste Wein aus diesem Anbaugebiet wurde nach fünf Jahren der Rebstock-Aufzucht im Jahr 2017 gelesen und trägt den Namen „Graz-Gösting“.
Zum Jungfernsprung bzw. der Burgruine Gösting gelangt man über den Ruinenweg, der von der Bushaltestelle Graz-Gösting aus steil empor führt. An einer Weggabelung kurz vor der Burg führt der (beschilderte) Weg zum Jungsfernsprung geradeaus.
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Anreise
Mit dem Auto:
Navi-Adresse: Ruinenweg, Graz-Gösting
Nächster E-Ladepunkt: Wiener Straße 351, 8051 Graz (150 kW, 2 km entfernt)
Öffentlich:
Buslinien 40, 48 und 65, Haltestelle Gösting



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