Weststeiermark

  • Familien,  Natur,  Weststeiermark

    Geopark Glashütten

    Für an Geologie und Gesteinen Interessierte ist der Geopark in Glashütten an der Weinebene-Straße ein wahres Eldorado. In einem kleinen Park wurden im Rahmen eines EU-Projektes großvolumige Vertreter der im Koralmgebiet vorkommenden Gesteinsformen vereint und geben einen kompakten Überblick darüber, was sich so unter Wald und Wiese befindet. Mit dabei Gesteine aus der aktuellen Koralm-Tunnel-Baustelle, der zweiten Tunnelröhre des Herzogbergtunnels sowie Exemplare des Spodumenpegmatit, die das begehrte Lithium enthalten. Marmor und Lithium Kaum zu glauben, aber die Koralm weist nicht nur großflächige Marmorvorkommen auf, sondern auch das sogenannte Spodumenpegmatit, das das für die Elektromobilität begehrte Lithium enthält. Die Lithiumlagerstätte am Brandrücken soll die größte in Europa sein. Ein Abbau dieses…

  • Geheimnisvolles,  Kurioses,  Lost Place,  Weststeiermark

    Bergfriedhof St. Vinzenz

    Genaugenommen bereits in Kärnten, aber nur über die Steiermark entlang des Stausees Soboth erreichbar ist die kleine, abgelege Hube St. Vinzenz. War der Ort einst ein europaweit bekanntes Zentrum der Glaserzeugung, so stehen heute neben der Kirche nur mehr wenige Häuser. Am ungewöhnlichsten ist jedoch der Ortsfriedhof – er befindet sich mehrere hundert Meter entfernt von der Kirche mitten im Wald. Ruhe in Frieden am Bergfriedhof Die geläufige Grabinschrift „Ruhe in Frieden“ ist hier wörtlich zu nehmen. Der Friedhof von St. Vinzenz befindet sich nämlich mitten im Wald, ohne eigentliche Zufahrt. Kein Autolärm oder Menschengeplauder stört hier die idyllische Ruhe. Die etwa 20 Gräber sowie der Friedhof selbst sind größtenteils…

  • Geheimnisvolles,  Geschichte,  Graz und Graz-Umgebung,  Gruseliges,  Lost Place,  Weststeiermark

    Buchhaus, Geistthal

    Im Ortsteil Rein der Großgemeinde Gratwein-Straßengel befindet sich mit dem Stift Rein das älteste Zisterzienserstift der Welt. Im Mittelalter wurde den Klöstern zumeist auch die Gerichtsbarkeit übertragen. So auch dem Stift Rein, das im sogenannten „Buchhaus“ in Geistthal nordwestlich des Stiftes ein Verwaltungs- und Gerichtsgebäude unterhielt. Amtshaus der Reiner Mönche Das imposante Gebäude im Ortskern hat seine heutige Form bereits im Mittelalter erhalten (1538/39) und beherbert mit der „Keichn“ ein eigenes Gefängnis, in dem bei den Hexenprozessen zwischen 1686 und 1688 mehr als 20 Personen auf ihre Hinrichtung warteten. Zwei Marmorsäulen im Stiegenhaus sollen sogar aus der Römerzeit stammen. Bis vor kurzem ragten aus dem Fenster im Obergeschoss noch zwei…

  • Geheimnisvolles,  Geschichte,  Lost Place,  Weststeiermark

    Burgruine Klingenstein, Gaberl

    Der Handelsweg über das Gaberl – Verbindung zwischen dem weststeirischen Wirtschaftsraum und dem oberen Murtal – besteht schon seit Jahrhunderten. Zum Schutz wurde etwas oberhalb des Ortes Salla wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Burg Klingenstein – auch Burg Salla – errichtet. Als Bauherren kommen die Grafen von Montfort in Frage, die Burg war aber auch im Besitz der Familien Saurau und Glojacher. Durch Brand zerstört Wahrscheinlich noch im 16. Jahrhundert wurde die Burg durch ein Feuer zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die heute sichtbaren Dachkonstruktionen stammen aus den 1980er Jahren und sind unter ExpertInnen umstritten. Vollständiger Innenhof Auch wenn die Ruine nicht mehr dem Originalzustand entspricht,…

  • Geschichte,  Weststeiermark

    Ströhberne Brücke, Hirzmannstausee Edelschrott

    WassersportlerInnen ist der Stausee Hirzmannsperre im weststeirischen Edelschrott ein Begriff, ist er doch ein Paradies für Kajak- und Paddelbegeisterte. Achtlos vorbei fahren die meisten allerdings an einem hölzernen Zeitzeugnis, das noch die Zeit vor der Sperre gesehen hat und unter Denkmalschutz steht – der „Ströhbernen Brücke“. Hölzernes Baujuwel Die Ströhberne Brücke befindet sich rechts neben dem südlichen Ende der Straßenbrücke über den Hirzmannstausee, wo sie ihren Ruhestand genießen darf. Direkt neben dem Straßenbaujuwel wurde eine weitere Brücke erbaut, die den Guggibach überspannt. Die mit Schilf gedeckte Ströhberne Brücke wurde 1816 gebaut und hat vor der Aufstauung die Verbindung zwischen Edelschrott und St. Martin am Wöllmißberg über den Teigitschbach dargestellt. Es…

  • Geheimnisvolles,  Geschichte,  Gruseliges,  Weststeiermark

    Schloss Waldenstein

    Zwar nicht mehr in der Steiermark, aber nur einen Steinwurf davon entfernt – und damit gerade noch würdig für diese Seite – befindet sich in einem engen Tal zwischen Packsattel und Lavanttal der fast nicht auszumachende Ort Waldenstein, den man nicht weiter beachten würde, gäbe es nicht eine äußerst schaurige Geschichte über das oberhalb der Straße thronende Schloss Waldenstein zu erzählen. Immerwährende Klage Der Legende nach wurde das um 1150 erbaute und zur fraglichen Zeit im Besitz des Bamberger Bischofs befindliche Schloss Mitte des 17. Jahrhunderts von einem rasend eifersüchtigen Schlossherrn bewohnt. Als die Schlossherrin im Jahre 1669 Besuch ihres Vetters Peter Eckhard von Peckern erhielt, missfiel dem Schlossherrn deren…

  • Familien,  Kurioses,  Lost Place,  Natur,  Weststeiermark

    Dom des Waldes, Hebalm

    Generationen von SteirerInnen haben auf der Hebalm Skifahren gelernt. Ein Teil der Lifte ist seit 2015 leider nicht mehr in Betrieb, es werden im Winter aber auch Langlauf-Loipen gespurt. Nach der Gamsbergstubn linker Hand befindet sich rechts ein großer Parkplatz. Direkt dahinter liegt der öffentlich zugängliche Hebalm-See, mit eigenem See-Stüberl. Mailänder Dom mitten im Wald Etwa 100 m hinter dem See-Stüberl findet man im Wald eine wahre Kuriosität, die man so dort nicht vermuten würde: 1999 hat ein steirisches Künstlerpaar mit Stegen und Holzportalen genau auf der Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark die genauen Umrisse des Mailänder Doms nachgezeichnet. Das Projekt erhielt daher den passenden Namen „Dom des Waldes„.…

  • Geschichte,  Kurioses,  Lost Place,  Weststeiermark

    Schaufelbagger Leopold, Voitsberg

    Voitsberg ist eine alte Bergbaustadt, 160 Jahre lang wurde nördlich der Stadt Braunkohle abgebaut, die gleich in der Nähe im Dampfkraftwerk Voitsberg III verstromt wurde. Bis 2006. Einen Weiterbetrieb mit aus Polen importierter Steinkohle hat eine Bürgerinitative verhindert, also wurde das Kraftwerk stillgelegt und die Teile ins Ausland verkauft. Der weithin sichtbare Kühlturm wehrte sich allerdings standhaft gegen das Aus, erst beim zweiten Mal konnte ihn eine Sprengung in die Knie zwingen. Schaufelbagger Leopold Wie es auf der Braunkohlehalde einst zuging, davon bekommt man einen Eindruck, wenn man ehrfürchtig zum Herzstück des Tagebaus emporblickt: Schaufelbagger „Leopold“ – 40 m lang und 12 m hoch – und einige weitere stumme Zeugen…