Kupferschaubergwerk, Radmer
Wer das Ende der Welt sucht, wird in einem Seitental der Verbindung zwischen Eisenerz und Hieflau fündig: in Radmer sagen sich Fuchs und Henne gute Nacht, aber nicht am Telefon, den Handyempfang sucht man hier vergebens.
Kupferabbau
Dennoch ist das gottverlassene Tal bereits seit dem Mittelalter besiedelt, wurde doch in der hinteren Radmer – also nahe dem Ende der Welt – seit dem 16. Jahrhundert bis zur Mitte des 19. Jahrhundert Kupfer abgebaut. Die Ausbeute betrug bis zu 1100 Zehntner jährlich, 200 Personen fanden im Bergbau Beschäftigung. Funde deuten sogar auf bergbauliche Tätigkeiten seit der Bronzezeit hin. Es wird überliefert, dass im Kupferbergwerk Radmer die ersten Sprengungen mit Schwarzpulver im alpenländischen Raum durchgeführt wurden.
Schaubergwerk
Der Hochblütezeit nachspüren kann man in einem Schaubergwerk, das sich am südwestlichen Talende befindet. Auf einer den Bobbycars ähnelnden Grubenbahn fährt man tief in den 450 Jahre alten Paradeisstollen und erfährt allerhand Interessantes zu den Abbautechniken und Gesteinsformen. Im angeschlossenen Schauraum können Fundstücke und Gesteinsproben bewundert werden. Das nahe des Stollens befindliche Schloss Greifenberg war einst Verwaltungssitz des Bergbaus, ist aber leider dem Verfall preisgegeben.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten unter http://www.kupferschaubergwerk.at
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Anreise
Mit dem Auto:
Navi-Adresse: Hasel 36, 8795 Radmer
Nächster E-Ladepunkt: Großreifling 85, 8931 Großreifling (22 kW, 24 km entfernt)
Öffentlich:
Zug von Graz nach Leoben, Buslinie 820 Richtung Eisenerz und Münichtal-Radmer, Haltestelle Radmer/Hasel Größingerbühel
Ein Kommentar zu „Kupferschaubergwerk, Radmer“
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[…] deuten sogar auf bergbauliche Tätigkeiten seit der Bronzezeit hin. Es wird überliefert, dass im Kupferbergwerk Radmer die ersten Sprengungen mit Schwarzpulver im alpenländischen Raum durchgeführt […]



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