Oststeiermark

  • Hölzerner Almochse Almi am Teichalmsee
    Familien,  Graz und Graz-Umgebung,  Kurioses,  Natur,  Oststeiermark

    Holzochse, Teichalm

    Kein Horn-, sondern ein Holzochse ist das Wahrzeichen des bliebten Ausflugsziels am Fuße des Hochlantsch. Sein Name? Almi! Der hölzerne Riese ist mit 22.000 Holzschindeln bedeckt und macht Werbung für das Leitprodukt der Region – den schmackhaften ALMO-Almochsen. Da läuft einem doch gleich das Wasser im Mund zusammen! Almi bewacht den Teichalmsee Genaugenommen ist der Teichalmsee gar kein See, sondern ein Teich – weil künstlich angelegt. Wir wollen es mal nicht so genau nehmen, einen Ausflug wert ist das Gewässer auf rund 1.200 Metern Seehöhe allemal. Als Ausgangspunkt für Wanderungen im Sommer, als Blickfang beim Skifahren oder Langlaufen im Winter, oder einfach nur als nettes Beiwerk beim Wellnessen im Almwellnesshotel…

  • Familien,  Kurioses,  Oststeiermark

    Klangdom, Prihnerried bei Pischelsdorf

    Einem besonderen Klangerlebnis kann man sich direkt an der Wechselbundesstraße nahe der Ortschaft Prihnerried bei Pischelsdorf hingeben, in einem kuriosen Kleinod, an dem man auf keinen Fall einfach vorbeifahren sollte. Klangerlebnis Zum einen besteigt man die Treppe ins Nichts, um einen sagenhaften Blick in das umliegende Hügelland und den Kulm zu werfen. Der etwa 50 m dahinter in einem Feld etwas deplatziert wirkende Klangdom hat es in sich: 2011 von einer Pischelsdorfer Künstlergruppe errichtet, bietet das einem Iglu ähnelnde Gebilde aus Plexiglas im Inneren ein unglaubliches Echo! Man hört sich selbst mehrfach und es wird einem beinahe schwindelig davon. Eine einmalige Erfahrung! Zum Klangdom gehört ein eigener Park- bzw. Rastplatz…

  • Natur,  Oststeiermark

    1000-jährige Eiche, Bierbaum/Bad Blumau

    Finsteres Mittelalter, Kriege, Hungersnöte und die Pest – das alles hat die älteste Eiche Europas mit- und überlebt, und wäre doch beinahe einem banalen Blitzschlag zum Opfer gefallen. 30 Meter ragt der Baum-Medusalem in die Höhe, mit 2,5 Metern Stammdurchmesser fest in der Erde verankert. Wollte man den Stamm umfassen, würde das mindestens sieben Erwachsene benötigen. Er steht am Waldrand in Bierbaum, direkt am Bad Blumauer Radwanderweg Nr. 3 bzw. am Fahrradweg FF8. Dem Tod entronnen In den 1970er Jahren waren die Tage der Eiche beinahe gezählt. Nach einem Blitzschlag wurde der Baum im Inneren mit Beton ausgegossen. Dadurch konnte das Wasser nicht abfließen und die Eiche begann zu verfaulen.…

  • Natur,  Oststeiermark

    Schachblumenwiese Großsteinbach

    Jedes Jahr rund um Ostern wiederholt sich in der kleinen Gemeinde Großsteinbach in der Oststeiermark ein einzigartiges Naturschauspiel: die Blüte der Schachblume. Diese nur wenige Zentimeter große Lilienart mit dem wissenschaftlichen Namen Fritillaria meleagris ist in der gesamten Steiermark ausschließlich auf dieser nur wenige Ar großen Wiese anzutreffen. Wegen ihrer Seltenheit ist die Blume mit dem namensgebenden Schachbrettmuster streng geschützt – und zudem hochgiftig. Kurzes Schauspiel Lange hält das Schauspiel nicht an: nach etwa zwei Wochen verschwinden die Blüten in den neusprießenden Wiesengräsern. Man muss also den richtigen Zeitpunkt erwischen, um die mehreren zehntausend Blütenkelche in ihrer vollen Pracht zu erleben. Wenn es soweit ist, stehen Mitglieder der Berg- und…

  • Geschichte,  Gruseliges,  Lost Place,  Oststeiermark

    Galgen Vorau

    Obwohl Joseph II. Ende des 18. Jahrhundert die Zerstörung aller Galgenanlagen in Österreich anordnete, haben sich in der Steiermark insgesamt zehn mittelalterliche Galgenanlagen erhalten, drei davon in der Oststeiermark. Mittelalterliche Richtstätte Einer dieser Galgen, allerdings nur mit zwei mächtigen Steinsäulen ausgestattetet, befindet sich in Vorau. Er stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist denkmalgeschützt. Er gehörte zum Landgericht Vorau, welches ursprünglich dem Stift Vorau unterstellt war. Zwischen 1600 und 1773 sind nur vier Hinrichtungen überliefert, unter anderem die einer Kindsmörderin und eines Brandstifters. Der Galgen befindet sich auf der Brandleiten, am Ende der Kringstraße, mitten im Wald. Er ist auf Google Maps verzeichnet. Weitere spannende Plätze in der Oststeiermark findest…

  • Familien,  Geheimnisvolles,  Geschichte,  Kurioses,  Oststeiermark

    Unterirdische Gänge in Vorau

    Im steirischen Joglland verbirgt sich nahe Vorau ein Ort, der sowohl Einheimischen als auch Archäologen seit Jahren Rätsel aufgibt. Das Gebiet ist durchzogen mit Felsgängen, Erdställen und unterirdischen Steinanlagen, aber niemand weiß so recht, wie alt sie sind oder zu welchem Zweck sie errichtet wurden. Offensichtlich stammen sie aus verschiedenen Zeitepochen und wurden vielleicht als Versteck, Bergwerk oder geheime Anbetungsstätten genutzt. Bisher wurden über 860 Gänge entdeckt. Vermutlich stammen die meisten aus dem 13. und 14. Jahrhundert und wurden von den Äbten des Stiftes zur Suche nach Edelmetallen (vor allem Silber) beauftragt. Gänge und Steine Unklar ist auch, ob die geheime Unterwelt mit den in der Umgebung vorkommenden Lochsteinen in…

  • Gruseliges,  Lost Place,  Oststeiermark

    Galgenwald Schinaglgraben

    Obwohl Joseph II. Ende des 18. Jahrhundert die Zerstörung aller Galgenanlagen in Österreich anordnete, haben sich in der Steiermark insgesamt zehn mittelalterliche Galgenanlagen erhalten, drei davon in der Oststeiermark. Mittelalterliche Richtstätte Einer dieser mittelalterlichen Anlagen befindet sich im Schinaglgraben an der Ortsausfahrt von Birkfeld. Jener steht auf einem bewaldeten Bergrücken, so hatten die Delinquenten wenigstens noch einen schönen Ausblick auf die Birkfelder Kirche, bevor sie das Zeitliche segneten. Der Galgen gehörte zum Landgericht Birkenstein, welches im 19. Jahrhundert in das Landgericht Thannhausen einverleibt wurde.    Teil des Edlseer Hoamatwanderwegs Die Richtstätte befindet sich nahe dem Galgenwaldweg und ist auf Google Maps verzeichnet. 2021 ist rund um den Galgen ein Wanderweg…

  • Geschichte,  Gruseliges,  Lost Place,  Oststeiermark

    Galgenwald Raaswald, Thannhausen

    Obwohl Joseph II. Ende des 18. Jahrhundert die Zerstörung aller Galgenanlagen in Österreich anordnete, haben sich in der Steiermark insgesamt zehn mittelalterliche Galgenanlagen erhalten, drei davon in der Oststeiermark. Mittelalterliche Richtstätte Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Schloss Thannhausen in der gleichnamigen Gemeinde nahe Weiz Sitz des hiesigen Landesgerichtes. Die Todesurteile wurden nicht nur am sogenannten Köpfangerlkreuz vollstreckt, sondern auch am Galgen im Raaswald, gleich neben der Straße Richtung Ponigl. Achtung: nur der zweite Wegweiser entlang der Straße führt direkt zum Galgen, der erste direkt am Salzsilo führt in die Irre! Der Galgen ist auf Google Maps verzeichnet, auch in einigen Wander-Apps. Tierfriedhof Die Richtstätte ist gut erhalten, eine Gedenktafel…

  • Familien,  Kurioses,  Oststeiermark,  Südoststeiermark

    Gsellmanns Weltmaschine, Edelsbach

    Franz Gsellmann, Bauer in Kaag bei Edelsbach, hat in seinem Leben nur eine einzige Reise gemacht: mit dem Zug zum Atomium in Brüssel. Fasziniert von dessen Anblick beschloss er, zuhause eine Art Perpetuum Mobile zu bauen. 23 Jahre bis zu seinem Tod 1981 baute er in jeder freien Minute 25 Elektromotoren, tausende skurrile Teile (darunter einen Mercedes-Stern und einen Rumtopf) und hunderte Glühbirnen zu seiner Weltmaschine zusammen, die ohne erkennbaren Zweck trotzdem eine unglaubliche Licht- und Geräuscherfahrung ist. Zeitreise Gsellmanns Erben erhalten die Maschine und suchen dafür laufend gleiche oder ähnliche Ersatzteile. 6 Euro Eintritt zahlt man gerne für den Anblick dieses unglaublichen Sammelsuriums aus Schrott, Tand und Überbleibsel der…