Galgenwald Raaswald, Thannhausen
Obwohl Joseph II. Ende des 18. Jahrhundert die Zerstörung aller Galgenanlagen in Österreich anordnete, haben sich in der Steiermark insgesamt zehn mittelalterliche Galgenanlagen erhalten, drei davon in der Oststeiermark.
Mittelalterliche Richtstätte
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Schloss Thannhausen in der gleichnamigen Gemeinde nahe Weiz Sitz des hiesigen Landesgerichtes. Die Todesurteile wurden nicht nur am sogenannten Köpfangerlkreuz vollstreckt, sondern auch am Galgen im Raaswald, gleich neben der Straße Richtung Ponigl. Achtung: nur der zweite Wegweiser entlang der Straße führt direkt zum Galgen, der erste direkt am Salzsilo führt in die Irre! Der Galgen ist auf Google Maps verzeichnet, auch in einigen Wander-Apps.
Tierfriedhof
Die Richtstätte ist gut erhalten, eine Gedenktafel erinnert an die mindestens 18 Menschen, die zwischen 1678 und 1778 hier ihr Leben lassen mussten. Im Wald rund um den Galgen finden sich auffallend viele Tierknochen, so als würden die Tiere an ihrem Lebensende hierherkommen, um zu sterben. Insgesamt ein unheimlicher Ort. In unregelmäßigen Abständen werden sogenannte „mystische Galgenwanderungen“ angeboten.
Buchprotagonist
Der Galgen im Raaswald ist übrigens Schauplatz und Titelbild des jüngsten Krimis der steirischen Autorin Nicole Stranzl. Gelesen und für gut befunden!
Weitere Infos: Tourismusverband Thannhausen
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Anreise
Mit dem Auto:
Navi-Adresse: 8160 Raas 1, parken am Salzsilo direkt an der Straße
Nächster E-Ladepunkt: Franz-Pichler-Straße 32, 8160 Weiz (22 kW, ca. 45 Minuten Fußweg entfernt)
Öffentlich:
Buslinie 230 ab Weiz Richtung Ratten, Haltestelle „Thannhausen Abzweigung Schloss“, von dort etwa 45 Minuten Fußweg



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