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Römersteinbruch, Aflenz
Schon die Römer haben den weichen Kalkstein der Uferzone des frühzeitlichen Korallenriffs, das die gesamte Südsteiermark bedeckt hat, zu schätzen gewusst und für den Bau ihrer Tempel und Badehäuser genutzt. Kalkstein aus Aflenz findet sich außerdem auf dem Stephansdom in Wien, am Landhaus in Graz und zahlreichen anderen repräsentativen Gebäuden in Österreich. Auch heute noch wird das gut bearbeitbare Gestein für Restaurierungsarbeiten geschätzt – was den Römersteinbruch zum ältesten noch in Betrieb befindlichen in ganz Österreich macht. Vom Ruhm zum Albtraum Nicht an der feinen Verarbeitbarkeit des Gesteins interessiert waren hingegen die NS-Schergen, sondern eher daran, die bereits bestehenden unterirdischen Gänge zum Schutz ihrer Rüstungsindustrie zu nutzen und in kurzer…
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Wächterhaus, Aflenz
Südlich von Wagna lässt sich eintauchen in die dunkle Seite der Südsteiermark. Mitten im Ort Aflenz unweit der Sulm befand sich zum Ende des 2. Weltkrieges hin mit dem Lager Aflenz (oder Graz-Leibnitz) ein Außenlager des KZ Mauthausen – eines von über 40. Beherbergt hat das Lager Zwangsarbeiter vorwiegend aus der Sowjetunion und Polen, die den nahegelegenen Römersteinbruch umbauen sollten, um die Rüstungsproduktion der Steyr-Daimler-Puch AG in Graz Thondorf unterzubringen. Waffen aus dem Steinbruch Der schon zu Römerzeiten betriebene Muschelkalksteinbruch schien dafür wie geschaffen. Dazu musste er aber mühsam erweitert werden. 2000 Häftlinge – auch aus dem Außenlager Peggau herangeschafft – errichteten unterirdische Hallen, in 12-Stunden-Schichten und bei mangelhafter Ernährung.…





