Kurioses

  • Kurioses,  Südsteiermark

    Römersteine Schloss Seggau, Leibnitz

    Fast 1000 Jahre hat Schloss Seggau – auf einem bewaldeten Hügel über Leibnitz mit Blick auf den idyllischen Sulmsee gelegen – auf dem Buckel. Das Oberschloss wurde im 12. Jahrhundert von den Salzburger Erzbischöfen als Missions- und Verwaltungsbastion erbaut. Heute ist Schloss Seggau Bischofssitz der steirischen Bischöfe und ist eine weitläufige Anlage mit Hotel, Restaurant, Weinkeller und Seminarräumen. Grabstein-Recycling Die Geschichte des Schlosses reicht jedoch bis in die Zeit der Kelten und Römer zurück. Ein Zeugnis davon wurde im 19. Jahrhundert bei Abrissarbeiten des alten Turms entdeckt: römische Grabsteine und Ehrenmonumente, die beim Bau des mittelalterlichen Gebäudetrakts im Gang eingemauert wurden. Die Steine stammen überwiegend aus der nahen römischen Stadt…

  • Familien,  Kurioses,  Südsteiermark

    Aussichtswarte Demmerkogel, St. Andrä-Höch im Sausal

    Den besten Blick auf die „steirische Toskana“ hat man von der erst kürzlich neu errichteten Aussichtswarte am Demmerkogel. Die Vorgängerin war im Oktober 2019 durch ein Feuer völlig zerstört worden – insgesamt ist die aktuelle nun schon die vierte. Wer sich die knapp 24 Meter hinauf traut – Höhenangst sollte man keine haben – wird mit einem fantastischen Rundumblick belohnt, der vom Grazer Hausberg Schöckl im Norden bis zum slowenischen Pohorje-Gebirge im Süden reicht. Auch der Blick auf die nahe Kirche von Kitzeck belohnt für den mulmigen Aufstieg. Wanderweg rund um den Demmerkogel Aussichtswarte und Klapotetz sind Teil des knapp vier Kilometer langen Wanderweges „Das große Abenteuer am Demmerkogel“ rund…

  • Kurioses,  Südsteiermark

    Klapotetz, St. Andrä-Höch im Sausal

    Die Klapotetze (vom Slowenischen „klopotec“ für „Klapper“) gehören zum Landschaftsbild der Südsteiermark wie die Weinreben, deren Früchte das Klappern der hölzernen Maschinen vor den hungrigen Vögeln schützen soll. Der weltweit größte seiner Art steht auf dem Demmerkogel in St. Andrä-Höch. Weltgrößter Klapotetz 2018 hat er den 16 Meter hohen Vorgänger abgelöst, der einem Sturm Ende Oktober 2017 zum Opfer gefallen ist. Der aktuelle misst nun 17 Meter und hat eine Flügelspannweite von 14 Metern. Gebaut hat ihn Weltrekordtischler Manfred Perl. Neben dem Ungetüm laden mehrere Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein, um die spektakuläre Aussicht bis hinunter zum slowenischen Pohorje-Gebirge zu genießen. Wanderweg rund um den Demmerkogel Klapotetz und Aussichtswarte sind Teil…

  • Familien,  Kurioses,  Oststeiermark

    Klangdom, Prihnerried bei Pischelsdorf

    Einem besonderen Klangerlebnis kann man sich direkt an der Wechselbundesstraße nahe der Ortschaft Prihnerried bei Pischelsdorf hingeben, in einem kuriosen Kleinod, an dem man auf keinen Fall einfach vorbeifahren sollte. Klangerlebnis Zum einen besteigt man die Treppe ins Nichts, um einen sagenhaften Blick in das umliegende Hügelland und den Kulm zu werfen. Der etwa 50 m dahinter in einem Feld etwas deplatziert wirkende Klangdom hat es in sich: 2011 von einer Pischelsdorfer Künstlergruppe errichtet, bietet das einem Iglu ähnelnde Gebilde aus Plexiglas im Inneren ein unglaubliches Echo! Man hört sich selbst mehrfach und es wird einem beinahe schwindelig davon. Eine einmalige Erfahrung! Zum Klangdom gehört ein eigener Park- bzw. Rastplatz…

  • Geheimnisvolles,  Kurioses,  Natur,  Obersteiermark West

    Rochusgrotte, Krippau

    Zwischen Altenmarkt und Landl in der westlichen Obersteiermark gibt es einen Ort, an dem man alle seine Sünden sprichwörtlich auf die harte Tour abbüßen kann: die Rochusgrotte. Diese christliche Kultstätte – malerisch in eine natürliche Grotte gebettet – liegt etwa 300 Höhenmeter oberhalb der Straße und der vorbeifließenden Enns. Der Legende nach hat sich der Hl. Rochus dort auf seiner Flucht einige Zeit aufgehalten. Der auch als „Pestbaron“ bekannte Heilige wurde zu den Seuchenzeiten angerufen, da er selbst den „schwarzen Tod“ überlebt hat. In Graz ist der Hl. Rochus auf alle Pestsäulen verewigt, insgesamt findet man ihn 17 mal auf allen möglichen Bildnissen in der Landeshauptstadt. Durchkriechen soll Beschwerden lindern…

  • Familien,  Kurioses,  Lost Place,  Natur,  Weststeiermark

    Dom des Waldes, Hebalm

    Generationen von SteirerInnen haben auf der Hebalm Skifahren gelernt. Ein Teil der Lifte ist seit 2015 leider nicht mehr in Betrieb, es werden im Winter aber auch Langlauf-Loipen gespurt. Nach der Gamsbergstubn linker Hand befindet sich rechts ein großer Parkplatz. Direkt dahinter liegt der öffentlich zugängliche Hebalm-See, mit eigenem See-Stüberl. Mailänder Dom mitten im Wald Etwa 100 m hinter dem See-Stüberl findet man im Wald eine wahre Kuriosität, die man so dort nicht vermuten würde: 1999 hat ein steirisches Künstlerpaar mit Stegen und Holzportalen genau auf der Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark die genauen Umrisse des Mailänder Doms nachgezeichnet. Das Projekt erhielt daher den passenden Namen „Dom des Waldes„.…

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    Schaufelbagger Leopold, Voitsberg

    Voitsberg ist eine alte Bergbaustadt, 160 Jahre lang wurde nördlich der Stadt Braunkohle abgebaut, die gleich in der Nähe im Dampfkraftwerk Voitsberg III verstromt wurde. Bis 2006. Einen Weiterbetrieb mit aus Polen importierter Steinkohle hat eine Bürgerinitative verhindert, also wurde das Kraftwerk stillgelegt und die Teile ins Ausland verkauft. Der weithin sichtbare Kühlturm wehrte sich allerdings standhaft gegen das Aus, erst beim zweiten Mal konnte ihn eine Sprengung in die Knie zwingen. Schaufelbagger Leopold Wie es auf der Braunkohlehalde einst zuging, davon bekommt man einen Eindruck, wenn man ehrfürchtig zum Herzstück des Tagebaus emporblickt: Schaufelbagger „Leopold“ – 40 m lang und 12 m hoch – und einige weitere stumme Zeugen…

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    Unterirdische Gänge in Vorau

    Im steirischen Joglland verbirgt sich nahe Vorau ein Ort, der sowohl Einheimischen als auch Archäologen seit Jahren Rätsel aufgibt. Das Gebiet ist durchzogen mit Felsgängen, Erdställen und unterirdischen Steinanlagen, aber niemand weiß so recht, wie alt sie sind oder zu welchem Zweck sie errichtet wurden. Offensichtlich stammen sie aus verschiedenen Zeitepochen und wurden vielleicht als Versteck, Bergwerk oder geheime Anbetungsstätten genutzt. Bisher wurden über 860 Gänge entdeckt. Vermutlich stammen die meisten aus dem 13. und 14. Jahrhundert und wurden von den Äbten des Stiftes zur Suche nach Edelmetallen (vor allem Silber) beauftragt. Gänge und Steine Unklar ist auch, ob die geheime Unterwelt mit den in der Umgebung vorkommenden Lochsteinen in…

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    Gsellmanns Weltmaschine, Edelsbach

    Franz Gsellmann, Bauer in Kaag bei Edelsbach, hat in seinem Leben nur eine einzige Reise gemacht: mit dem Zug zum Atomium in Brüssel. Fasziniert von dessen Anblick beschloss er, zuhause eine Art Perpetuum Mobile zu bauen. 23 Jahre bis zu seinem Tod 1981 baute er in jeder freien Minute 25 Elektromotoren, tausende skurrile Teile (darunter einen Mercedes-Stern und einen Rumtopf) und hunderte Glühbirnen zu seiner Weltmaschine zusammen, die ohne erkennbaren Zweck trotzdem eine unglaubliche Licht- und Geräuscherfahrung ist. Zeitreise Gsellmanns Erben erhalten die Maschine und suchen dafür laufend gleiche oder ähnliche Ersatzteile. 6 Euro Eintritt zahlt man gerne für den Anblick dieses unglaublichen Sammelsuriums aus Schrott, Tand und Überbleibsel der…